Interview II Radio Tonkuhle

 

Wir haben Andrea Hausberg heute hier zu Gast bei Radio Tonkuhle. Sie ist Surferin, studiert hier in Hildesheim und kommt ursprünglich aus Ostfriesland.

Erzähl doch mal was zu deinen Zukunftsplänen, was du studierst und wo es dann irgendwann mal mit dir hingehen soll – neben dem Surfen.

Mit dem Surfen werde ich sicherlich noch in den nächsten Jahren weitermachen auch professionell, aber dann ist auch erstmal Schluss für mich und ich muss sehen, dass ich einen Beruf   ergreife. Momentan spezialisiere ich mich auf mein Nebenfach Medienwissenschaft und Journalismus und plane ein Volontariat bei einem der deutschen Fernsehsender. Ich würde gern in einer Redaktion arbeiten oder Dokumentarfilme drehen.

Ja, du bist ja nebenbei auch in anderen Bereichen stark engagiert, und zwar im Tierschutz. Erzähl doch mal ein bisschen was zu deiner caritativen Arbeit im Wal- und Delfinschutz.

Ja, der Verein nennt sich M-e-e-r.e.V. Das ist ein deutscher Verein – in Berlin ansässig     – und arbeitet    weltweit, aber hauptsächlich auf den Kanaren. Dadurch bin ich auch dazu gekommen, weil ich    ja  immer den Sommer über auf den Kanaren bin. Das hat mich schon immer interessiert und ich wollte           mich schon immer mal engagieren, naja, und Geld habe ich nun wirklich nicht zur Verfügung. Ich denke aber als Sportler verfüge ich immerhin über die entsprechende Medienpräsenz und so was ist oft  mehr wert als ein Paar Pfennig, die ich spende.

Das sollte man vielleicht auch noch mal erwähnen, das ist eine ehrenamtliche Angelegenheit. Auch das Surfen, da bekommst du ja auch keine Kohle für.

Ja, genau

Schon mal beim Surfen auf einen Wal oder Delfin aufgelaufen?

Ja, schon häufig. Im Winter trainieren die deutschen immer alle in Kapstadt/ Südafrika, da ist es mir schon öfter vorgekommen, dass da ein Delfin mit mir auf der Welle herumsurft.

Haiattacken hat´s noch nicht gegeben?

Bei mir noch nicht, aber gibt es schon. Man muss echt aufpassen und die Augen aufhalten.

So, wenn unsere Hörerinnen und Hörer jetzt denken, „Oh Surfen, das würde ich auch gerne mal machen“ wie geht man am besten ran?

An jedem See der ein bisschen größer ist gibt es in Deutschland VDWS   Windsurfingschulen und da kann man vom Einsteigerkurs bis zum Aufbaukurs alles belegen. Das     ist auch gar nicht so teuer und das geht dann meistens eine Woche. Wenn man dann weitermachen   will, dann kann man auch mal an die Nordsee fahren, da gibt’s dann auch noch Aufstiegsmöglichkeiten.

Körperliche Grundvoraussetzungen?

Naja, man sollte Schwimmen können… :)

Ja, Andrea du bist glaub ich auch im Internet vertreten, so dass man sich da informieren kann. Wie lautet deine Homepage?

Das ist www.andrea-hausberg.de und ja das ist auf jeden Fall ganz wichtig, denn man verdient leider unheimlich wenig Geld bei dem Sport und gerade als Frau ist es da wirklich schwer Geld zu verdienen.  Da ist Medienpräsenz natürlich unheimlich wichtig für die Sponsoren. Da habe ich dann halt die   Website eingerichtet, da kommt dann die ganze Presse drauf, oder irgendwelche Sachen die ich           veröffentlichen möchte und Fotos, halt alles was die Presse braucht. Weil – wie gesagt – ohne     Medienpräsenz ist das Ganze nicht zu finanzieren.

Was dir auch eine große Medienpräsenz eingefangen hat war der Worldcup Sylt. Sylt ist ja ne deutsche Hochburg für´s Surfen. Welche Eindrücke bringst du mit?

Sylt ist wirklich immer das absolute Highlight im Jahr. Es ist halt wirklich so, dass da an die  160 000 Zuschauer über die Woche hin sind. Es heißt schon „Partyweek Sylt“ und wird auch auf     anderen Sendern immer so beworben und es wird gesagt, dass es der größte Funsport Event in ganz     Europa ist.

Ja wunderbar, ich denke, dann haben wir heute schon mal ein bisschen übers Surfen gelernt.

Wir bedanken und vielmals Andrea dass du da warst, wünschen dir weiterhin viel Erfolg beim Studium als auch beim Surfen natürlich. Wenn du mal Zeit hast schau doch gerne mal wieder rein.